McKenzie

Wirbelsäulengymnastik nach Mc Kenzie
Das Konzept der Manuellen Therapie nach McKenzie, kommt schwerpunktmäßig im orthopäd.- traumatologischen Bereich zum Einsatz, aber ist auch von entscheidender Bedeutung bei der Behandlung von internistischen sowie neurologischen Erkrankungen.

Definiert werden verschiedene Syndrome, die Schmerzzuständen und Bewegungseinschränkungen des Haltungs- und Bewegungsapparates zugrunde liegen können und nach dem von Robin McKenzie entwickelten Befundschema eingeteilt werden.

Haltungssyndrom:
Haltungsbedingte Schmerzen können von allen schmerzempfindlichen Strukturen des Halteapparates ( z. B. Wirbelsäule) verursacht werden infolge Überdehnung normaler, gesunder Strukturen.

Dysfunktionssyndrom:
Bewegungseinschränkung, die durch adaptiv verkürzte Strukturen verursacht sind. Hier tritt der gleiche Mechanismus in Kraft mit Ausnahme der Tatsache, daß die Schmerzen das Resultat der Dehnung von adaptiv verkürztem oder abnormalem Gewebe sind.

Derangementsyndrom:
Am häufigsten bei Patienten zwischen 20 und 55 Jahren, M > F. Der Schmerz beim Derangementsyndrom wird durch eine Verlagerung oder veränderte Position von Gelenkstrukturen erklärt, die zu einer mechanischen Deformierung von schmerzempfindlichen Strukturen führt. Hieraus resultiert z. B. eine veränderte Stellung der Gelenkflächen zueinander, die sich klinisch in Fehlhaltung und Abweichung von der normalen Bewegungsbahn äußern kann. Je nach Schmerzlokalisierung und -ausstrahlung werden verschiedene Derangementsyndrome unterschieden.

Die Zuordnung
zu den drei Kategorien erfolgt durch die Befunderhebung. Sie orientiert sich an der Veränderung der Symptome nach wiederholten Bewegungen während der Durchführung von Tests und der Behandlung.

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