Lasertherapie

Maximilian Werding: Lasertherapie
Laser ist eine der wichtigsten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und eröffnet ein großes Spektrum neuer Möglichkeiten in Wissenschaft und Technik. In der modernen Medizin spielen verschiedene Anwendungen von Laser heute eine wichtige Rolle. Die Medizin unterscheidet die Anwendungsfelder des chirurgisch genutzten Hardlasers und des athermischen, therapeutischen Low Level Lasers. Letzterer ist die für die physikalische Therapie relevante Applikatiosform.

Physikalische Eigenschaften
Der Laser wird der Lichttherapie zugeordnet. Laserstrahlen sind also Lichtstrahlen, die sich allerdings durch drei Eigenschaften vom Licht „normaler Lichtquelle“ unterscheiden.

Monochrasmie:
Laserstrahlen besitzen eine einheitliche Wellenlänge und somit eine definierte Frequenz.

Kohärenz:
die monochromatischen Laserstrahlen können zudem in Phase schwingen, d. h. Maxima und Minima der elektrischen und magnetischen Felder schwingen zeitlich synchron und breiten sich in dieselbe Richtung aus.

Kollimation:
aufgrund der räumlichen Kohärenz breiten sich Laserstrahlen parallel aus, die Strahlendivergenz ist gering.

Diese Eigenschaften ermöglichen die Projektion hoher Energiedichte auf kleine Flächen, welsche sich die Lasertherapie zunutze macht.

Low Level Laser
Die Wirkung von „Low Level Laser“ im Gewebe ist, im Gegensatz zur photothermischen Wirkung von Hardlasern, athermischer Natur. Er basieren auf vielfältigen und komplexen photobiologischen Effekte. Für Low Level Laser-Anwendungen in der physikalischen Therapie werden heute vorwiegend Infrarotdiodenlaser verwendet.

Infrarotdiodenlaser:
der Infrarot-Laser besticht gegenüber vielen anderen Laserarten durch seine vergleichsweise hervorragende Eindringtiefe, sowie biostimulative Wirkung.

Physiologische Wirkebene

Wirkung auf Zellebene
Photobiologische Stimulation der Mitochondrien durch Aktivierung der ATP-Synthese und des Glucosestoffwechsels wo eine Erhöhung hervorgerufen wird. Verbesserter Energiehaushalt der Zellen führt zur Förderung der Zellmitose sowie zu einer Steigerung der spezifischen Zellaktivität mit Steigerung in den verschiedenen Organen, z. B. immunologisch antiphlogistisch usw. Funktionssteigerung wie verbesserte Mikrozirkulation, z.B. neuromuskuläre Tonusänderung, sensibel-allergische Reaktionen, analgetische Effekte, psychosomatische Entspannung. Diese Potentialänderungen bilden die Voraussetzung für einen Energiefluss, der als Trigger für Transmitter oder Meridiane fungiert, welche wiederum Fernwirkungen hervorrufen.

Antiphlogistisch Wirkung
Entzündungshemmend

Antiödematöse Wirkung
Hemmung von Schwellneigung

Mikrozirkulatorische Wirkung
Verringerung des thromboembolitischen Risikos

Gewebereparative Wirkung
Beschleunigte sowie verbesserte Wundheilung. Bei offenen Wunden konnte eine reduzierte Keloidbildung der Narbe beobachtet werde.

Analgetische Wirkung
Schmerz reduzierende Wirkung bei operativen, traumatischen, neurogenen, neuropathischen und chronischen Schmerzgeschehen, sowie bei Phantomschmerzen.

Wirkmechanismen der Laserpunktur
Laserpunktur macht sich wie die Nadel-Akupunktur die Wechselbeziehung zwischen der Haut und Inneren Organen zu Nutze.

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